PERFORMANCE WESEN

 
ÜBER DAS WESEN
 

Das «Wesen» ist eine organische, lebendige Körperlandschaft, eine ästhetische Inszenierung aus Körpern und Instrumenten, Bewegung und Klang, individueller Präsenz und kollektiver Emergenz. Es wird von vier Tänzer*innen und drei Musiker*innen erschaffen und belebt. Dabei steuern sowohl die Musiker*innen, als auch die Tänzer*innen Bewegungen und Klänge bei.

 

Sie erschaffen aus ihrer eigenen künstlerischen Präsenz ein Kollektiv – aus sieben individuellen Wesen wächst ein gemeinsames Wesen.  Geteilte ästhetische Verantwortung, gegenseitige Unterstützung, wache Sinne, eine gemeinsam entwickelte künstlerische Sprache und ein Gerüst aus «Scores», das den performativen Handlungsspielraum definiert, bilden die Grundpfeiler der Performance.  Aus der  Emergenz von Klang und Bewegung entstehen neuartige, experimentelle Strukturen. Durch den Schwarm-artigen Sog des gemeinsamen Spiels befreien wir uns von musikalischen und tänzerischen Konventionen und Zwängen. Die Performance strebt eine Authentizität und Einfachheit an: Es geht um nichts anderes als die «Präsenz des Lebens» –  in Atmung, Bewegung und Klang.

 

So lebt das «Wesen», es atmet, bewegt sich und klingt.

Konzeptidee, Projektleitung, Performance/Tanz - I-Fen Lin

Konzeptidee, Projektleitung, Performance/Musik - Silke Strahl

Regie, “Scoring”, Performance/Tanz - Shinichi Iova-Koga

Performance/Tanz - Dana Iova-Koga

Performance/Tanz - Emma Skyllbäck

Performance/Musik - Niklaus Mäder

Performance/Musik, Produktionsleitung - Nils Fischer

Lichtdesign - Remo Merz

Outside Eye - Beatrice Fleischlin

Kostümberatung - Célina von Moos

Fotos - Claude Hofer

 
AUFFÜHRUNGEN
 

DI       10. Mai 2022 20:00 Uhr
DO    12. Mai 2022 20:00 Uhr
FR      13. Mai 2022 19:00 Uhr
SA      14. Mai 2022 16:00 Uhr und 20:00 Uhr

alle Aufführungen finden im SÜDPOL Luzern statt

ÜBER UNS
 
 
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I-Fen Lin ist Tänzerin, Performerin, Choreografin. Sie studierte Tanz am Tainan College of Home Economics und an der Chinese Culture University in Taiwan und erwarb 2001 ihr Diplom in Bühnentanz an der Folkwang Hochschule in Essen. Zurzeit absolviert sie das Master-Programm für Choreografie an der Zürcher Hochschule der Künste. Von 2000 bis 2013 arbeitete sie als freischaffende Tänzerin in verschiedenen Produktionen, u.a.mit Rodolpho Leoni als Tänzerin und als dessen choreografische Assistentin für das FTS Folkwang Tanzstudio und die Tanzabteilung der Folkwang Universität für Kunst. Ausserdem arbeitete sie als Tänzerin mit MOUVOIR/Stephanie Thiersch und steptext dance project in Bremen mit Helge Letonja in Deutschland. Seit 2012 ist I-Fen Lin in Luzern wohnhaft und u.a. in Arbeiten von Marygold, Irina Lorez & Co., Marisa Godoy, Nicole Davi, Beatrice Fleischlin, Verein Tanzerei Luzern, Pädagogische Hochschule Zug, inkBoat, Hirshin & Gaul und der Produktion «Tanz 33: Salt» des Luzerner Theaters zu sehen. 2017 realisierte sie ihre erste eigene Produktion in Kollaboration mit Ming Poon «we are all in this together» mit dem Fokus der Verbindungen von Menschen und sozialen Muster. Zurzeit entwickelt sie ihr zweites Projekt im Südpol Luzern: «findet Jetzt statt» - eine Arbeit über die Schönheit des Momentes und ein anderes Projekt im Kleintheater: mit dem Arbeitstitel «crossover frequency» - über die Frage, ob sich die Vergangenheit ändern lässt. 2020 erhielt sie den Anerkennungspreis der Stadt Luzern.

 

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Geboren 1988 in Bad Saulgau, genoss Silke Strahl im Alter von 9 Jahren ihren ersten Musikunterricht. Das Studium der elementaren Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart begann sie 2008. Ab 2010 studierte sie zusätzlich klassisches Saxophon bei Nikola Lutz. Ein Erasmus Aufenthalt führte sie nach Luzern, wo sie den Instrumental-Bachelor und das Masterstudium “Interpretation of contemporary music“ bei Sascha Armbruster und Beat Hofstetter abschloss.  Silke ist in verschiedenen Ensembles tätig mit denen sie u.a. zeitgenössische Werke uraufführt oder interdisziplinäre Projekte verwirklicht. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die freie Improvisation. Hier steht sie unter anderem mit Urban Mäder, Hans-Peter Pfammatter, Linda Vogel oder ihrer festen Besetzung „Nachhall“ auf der Bühne. Ausserdem ist sie als Aushilfe in verschiedenen Orchestern und Ensembles, wie dem Sinfonieorchester Basel, der Kammerphilharmonie Graubünden, dem Collegium Novum, dem Hessischen Rundfunk Orchester oder dem Exorbitanten Kabinett, zu hören. 2016 gewann sie den Edwin-Fischer-Anerkennungspreis und den Soundzz.z.zzz...z- Wettbewerb des Lucerne Festivals, sowie 2019 den zweiten Preis beim Concours Nicati mit dem „Duo Klexs“. Ausserdem engagiert sie sich aktiv für die Luzerner Kulturszene, ist Teil des Kulturbrauerei-Kollektivs, des Forum neue Musik und des Beirats von Other Music Luzern.

 

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Emma Skyllbäck wurde 1984 in Schweden geboren und erhielt ihre erste tänzerische Ausbildung an der Löftadalens Folkhögskola in Varberg. Von 2005 bis 2006 studierte sie mit einem internationalen Studentenvisum in New York. Emma Skyllbäck schloss ihre Tanzausbildung 2009 an der 'Iwanson School for Contemporary Dance' ab. 2009 bis 2014 war sie als festes Mitglied der “Marco Santi Tanzkompagnie“ am Theater St.Gallen engagiert, in welcher sie mit renommierten Choreografen wie Rootless Roots, Jossi Berg und Oded Graf, Marcel Leemann, Philipp Egli, Andrea Boll und Anton Lachy arbeitete. Seit August 2014 lebt Emma Skyllbäck in Luzern und ist als freiberufliche Tänzerin tätig. Sie ist festes Ensemblemitglied der “Rotes Velo Tanzkompanie“ und als freiberufliche Tänzerin hat sie unter anderen auch für Panorama Dance Theatre, Irina Lorez, Jerome Bel, Heinz Lieb und Aleksandra Dziurosz, gearbeitet. 2016 kreierte Emma Skyllbäck, zusammen mit der Dramaturgin Selina Beghetto, das Solotanzstück “Oh, Sister“ für das Kleintheater in Luzern. Das Stück wurde an der Saisoneröffnung der t. Zentralschweiz im September 2018 erneut aufgeführt. Neben ihrer Tätigkeit als aktive Tänzerin ist Sie auch Mitgründern des “Junge Tanzbühne Luzern“. Eine Jugendkompanie mit dem Ziel, jungen Tänzerinnen und Tänzern die Möglichkeit zu bieten in professionellen Tanzproduktionen mit zu wirken. Dafür choreografierte sie das Stück ¨On my way through my mind ¨ welches im Oktober 2018 im Südpol Luzern Premiere hatte. Während der Spielzeit 2019-2020 hatte Emma Skyllbäck für die Produktion Tanz 33: Salt einen Gastvertrag als Tänzerin am Luzerner Theater.

 

 

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Dana Iova-Koga ist eine Tänzerin, Choreographin und Tanzlehrerin aus Kalifornien. Sie hat 1998 ihre Ausbildung in «Experimental Theater Wing» an der New York University abgeschlossen. Danach lebte sie für mehrere Jahre in Japan auf dem Land bei dem Tänzer Min Tanaka. Als Ensemblemitglied seiner Kompanie «Tokason» hat sie in duzenden Produktionen getanzt und parallel dazu grünen Tee, Reis und Gemüse angepflanzt. Von dieser Arbeit auf dem Land geprägt setzt sie sich seither in ihrer künstlerischen Arbeit mit der Verbindung zwischen Körper und Landschaft auseinander. Seit 2006 ist Dana Iova-Koga Mitglied der Kompanie «inkBoat» unter der Leitung von Shinichi Iova-Koga, unterrichtet das jährliche «Dance on Land» gemeinsam mit Shinichi Iova-Koga und kollaboriert mit den Gewinnern der «izzie Awards». Zudem arbeitete sie für mehrere Tanzproduktionen mit Anna Halprin zusammen. Sie unterrichtet, forscht und praktiziert regelmässig im Bereich, den sie «Elemental Vessel» nennt. Seit 2017 lebt sie mit ihrer Familie in Luzern

 

 

Shinichi Iova-Koga ist der künstlerische Leiter der Physical Theater- und Tanzcompagnie inkBoat, die er im Jahr 1998 gegründet hat. Die Compagnie gewann fünf Izzie-Preise und tourte in Europa, Asien und den USA. Langjährige Zusammenarbeiten mit Anna Halprin, Ko Murobushi, KT Nelson, Yuko Kaseki, Do Theater, Ann Carlson und Yumiko Yoshioka sowie die Mentor*innen Ralph Lemon und Ruth Zaporah haben seine Wahrnehmung und Ästhetik geprägt. Shinichi arbeitete und lernte vor allem in den Kontexten von Butoh-Tanz, Qi Gong, Action Theater, Improvisation, Aikido und Noguchi Taiso. Aus diesen Perspektiven heraus formten sich seine Ansätze zu Körperbeweglichkeit und Zirkulation, Wahrnehmung von Gewicht, Atem, körperlicher Verbundenheit, Gefühlszuständen und der Beziehung zur Umwelt. Als Lehrer und Performer unterzieht er seine eigenen Erfahrungen einer erneuten Betrachtung oder Neuzusammensetzung, um Prinzipien aus dem Inneren der Formen herauszuholen. Er unterrichtet sowohl in unabhängigen Workshops als auch im Rahmen von akademischen Tanzprogrammen, wie am Mills College in Kalifornien zwischen 2009 und 2017. Darüber hinaus ist er Herausgeber des Buches 95 Rituals, einer Hommage an Anna Halprin, und Autor des Buches The Routledge Companion to Butoh Performance. Seit 1988 erschafft und präsentiert er professionelle Produktionen im Bereich Independent Dance/Theatre.

 

 

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Nils Fischer ist Saxofonist und Bassklarinettist mit einer Vorliebe für tiefe Frequenzen. Er bewegt sich in verschiedenen Stilrichtungen des Jazz. 1988 in Gelsenkirchen geboren, geniesst er ersten Saxofon- und Ensembleunterricht bei Andreas Krennerich an der Musikschule Germersheim. 2008 zieht es ihn zum Musikstudium nach Luzern. Besonders Urs Leimgruber, John Voirol, Reto Suhner und Frank Möbus hinterlassen wichtige Spuren in seiner musikalischen Ausbildung. Im Juli 2013 schliesst er den Master „Jazz Performance“, im Februar 2015 den Master „Instrumental Music Pedagogy“ und im Juli 2020 den Bachelor „Musik und Bewegung“ ab. Seine Working Band „The Great Harry Hillman“ spielt seit 2009 wachsende Tourneen durch Europa. Im Frühjahr 2015 gewinnt das Quartett den renommierten „ZKB – Jazzpreis“ im Moods Zürich. Nils Fischer ist Sideman u.a. bei „Blaer“, „Zurich Jazz Orchestra“, „Trio Libelle“, „Degrees Above“ und „Raphael Jost and lots of horns“. Nils Fischer engagiert sich im Team des Mullbau Kollektiv für die Luzerner Kulturszene.

 

 

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Der Bassklarinettist und Sänger Niklaus Mäder ist in Luzern geboren und aufgewachsen. Beeinflusst durch seine Nähe zum Theater bewegt er sich immer wieder auch im Grenzbereich zwischen den „Künsten“ und setzt sich als Performer im weitesten Sinne keine Grenzen. Seine Vielseitigkeit als Musiker manifestiert sich auch in der Diversität seiner Projekte und so profiliert er sich als Mitglied von Bands im Bereich von Pop (KION mit Corina Schranz und Roland Bucher) über A Cappella (Pagare A Cappella) bis zu freier Improvisation (BCL-Trio „Erbt Mäder am Berg?“ mit Elio Amberg und Christoph Erb) und ist auch als TheaterMusiker (ua. Cybercity, #follow the revolution, Verona Beach Club) tätig. Als „sideman“ spielt er bei Karin Streule und Franky Silence&Ghost Orchestra. Musikalisch interessiert er sich momentan vor allem für die Verbindung von komponierter und improvisierter Musik und die klangliche Erforschung der Bassklarinette und deren Elektrifizierung.

 

 

 
IMPRESSIONEN
 
 
KONTAKT
 

I-Fen Lin
ifenlin.ch@gmail.com

Produziert im Rahmen des Kulturprojekts «Innereien» der Albert Koechlin Stiftung. 
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Albert Koechlin Stiftung
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Koproduktion mit Südpol Luzern
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mit freundlicher Unterstützung von
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